Meik Pyka und Mark Bergmann
Der heilige See präsentierte sich Anfang Dezember von seiner wilden, harten Seite. Mit Windstärken von bis zu 100 km/h, Schnee und Eis war es nicht einfach unseren Zielfischen näher zu kommen.
Als Mark Bergmann, Stephane Turquier und ich dieses Guiding planten, war uns bewusst, dass es nicht einfach werden würde. Doch eines hatten wir völlig außer Acht gelassen: das Wetter!
Am 30.11.2010, zwei Tage vor Beginn des Guidings erreichten Mark und ich inklusive zwei 2er Teams den mystischen Lac de St. Cassien. Es war kalt, zu kalt für diese Jahreszeit. Stephane, der an der Cote d´Azur zuhause ist, hatte bereits an der Brücke (welche sich zentral im sogenennten Kreuz des Sees befindet) zwei Zelte aufgebaut. So konnten sich unsere Boys nach dem auftackeln ihrer Bedchairs erstmal ne Mütze Schlaf gönnen.
Wie immer sprach ich auch in dieser 1. Nacht mit dem See. Ich stand erfürchtig morgens um 3:00 Uhr auf der Brücke und erzählte ihm von unserem Vorhaben, und bat ihn es uns nicht so schwer zu machen. Er antwortete am nächsten morgen mit Schaumkronen auf den Wellen. Es stürmte! Das moven tief in den Nordarm wäre bei Teammember Mischa (alias Menowin) fast ins Wasser gefallen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nichts desto trotz fingen Team 2 Hendrik - alias Wegmann und Sascha -alias Sash ihren 1. Cassien-Karpfen, kein Riese aber ein wunderschöner Winterfisch. 
Das Wetter verschlechterte sich zunehmend, der Wind war eisig und die Wassertemperatur viel von 9°C auf 7°C. Trotz allem fingen Menowin und Mark einen tollen Schuppi. Mittlerweile waren 5 2er Teams am See und alle hatten ihre zugeteilten Plätze im großen Nordarm eingenommen. Ich kannte diese Plätze wie meine Westentasche und alle Ruten wurden von uns Guides, zusammen mit den Jungs abgelegt.
Ein Team hatte eine Autiopanne und sollte nun 2 Tage später ankommen. Am späten Nachmittag des 1. Tages setzte Mark noch einen Hunter Namens Simon in die Nähe der Brücke, um am nächsten morgen mit ihm zusammen zu fischen, da Simon alleine angereist war. Die Nacht brach an, und wir waren guter Dinge. Am nächsten morgen erreichten uns die ersten Fangmeldungen. Simon hatte direkt nach der 1. Stunde angeln seinen ersten Cassienfisch geknallt.
Ralf -alias Ralle, der für die Firma B. Richi angelt, fing am späten Abend eine Granate. Geil Ralle! Ralf war mit seinem Freund und Angelpartner Albert -alias Mr. Albért angereist. In den ersten 3 Tagen unserers Trips genossen die beiden ein ganz spezielles Guiding. Die große, rechtseitig gelegene Nordarm-Bucht wird auch Stephs-Bay genannt. Und genau dieser Steph führte die beiden, samt Side Imagine-Techn
ik in die Kunst des Cassienfischens ein
Am späten Abend des zweiten Tages unserer Tour ließ ich Meik mit zwei Teams allein im Nordarm zurück, um wie verabredet zu Simon zu fahren der im „Kreuz“, dem zentralen Teil des Sees auf mich wartete. Da es bereits dunkel war, beschlossen wir nach kurzer Absprache am nächsten Morgen alle Ruten gemeinsam neu auszulegen. Gegen Mittag hatten Simon und ich alle Ruten perfekt auf verschiedenen Spots verteilt und unser Camp errichtet. Während Simon am Platz auf den nächsten Run wartete, fuhr ich zur Brücke um Thorsten und Dave abzuholen. Die beiden hatten auf dem Hinweg bereits nach 60 km eine Autopanne, konnten aber doch noch mit einem Tag Verspätung anreisen. Ich fuhr mit ihnen ebenfalls ins Kreuz und setzte sie auf eine Spitze, die der von Simon und mir direkt gegenüber lag. Am Nachmittag holte ich Meik aus dem Nordarm ab und wir montierten gemeinsam mit den Jungs die Ruten und legten sie anschließend zusammen auf die vorher besprochenen Plätze. Bereits am dritten Tag konnten Dave und Thorsten, „alias der Rote Bill“, ihren ersten Cassien Karpfen auf der Haben-Seite verbuchen. Auch Ralle und Mr. Albert fingen mit Stephans Hilfe und neuester Side Imagine Technik zwei weitere schöne Fische. Zur selben Zeit gelang es Meik, in nur einer Nacht, drei Karpfen in nur 80cm tiefen Wasser
zu fangen. Am letzten Tag übergaben Simon und ich unseren Platz an Dave und den Roten Bill, die noch zwei Tage Zeit im Gepäck hatten. Bevor wir uns verabschiedeten besprachen wir noch einmal genau die Spots, die sie befischen wollten. Bereits kurz nach unserer Ankunft in Deutschland, bekam ich einen Anruf von den beiden. Überglücklich erzählten sie mir, dass sie in der letzten Nacht einen der ganz großen Cassien Schuppis gefangen haben. Da kann man nur gratulieren. Alles richtig gemacht, Jungs!
kleines Video der "Cassien Typen"...
| < Zurück |
|---|






